Nach einem guten Start ins neue Jahr 2025 sind unsere Verkäufe ab Juni ins Stocken geraten. Es war teilweise sehr kalt, was dem Wachstum des Gemüses hinderlich war und dazu kam, dass die Märkte in den Monaten Juli und August gut bedient waren und somit die Preise unter Druck kamen. Zudem haben sich frühere Fehler wiederholt, so die späte Planung und unnötige Verzögerungen wie beispielsweise beim Anbau des Gewächshauses. Ab September hat uns die jährliche, diesmal ausgeprägt lang anhaltende Trockenperiode den Anbau von Gemüse erschwert. Das Wasser wurde schnell knapp und hat nur noch für den Haushalt gereicht.
Im November haben wir erfolgreich ein zweites Bohrloch zur Gewinnung von Wasser erstellt. Das wird inskünftig eine wesentliche Hilfe für das Landwirtschaftsprojekt sein. Eine grosszügige Spende aus der Schweiz hat das möglich gemacht.
Im diesjährigen Plan war der Aufbau von Wissen im Gemüseanbau unser grosses Ziel. Wir haben mit Chipo Dhambukai eine in Permakultur ausgebildete Fachfrau eingestellt und mit Livingston Murimisi, einem Experten auf dem Gebiet der Agronomie, einen Berater engagiert. Wir haben uns das zu einfach, wohl etwas «zu schweizerisch» vorgestellt. Die Integration von Chipo war von grossen Herausforderungen geprägt und Livingston kam einmal, hat seine Sache gut gemacht und dann kam er wieder nicht. Wir sind noch immer daran, die Sache in geordnete Bahnen zu lenken, so dass wir nachhaltig Wissen aufbauen und gleichzeitig die Produktivität im Gemüseanbau steigern können.
Im Sommer haben wir einen Hühnerstall gebaut. Der Bau ist gut gelungen und wurde sehr speditiv fertig gestellt. Die ersten zwei Chargen mit je 25 Hühnern waren erfolgreich. Wir haben über 90% der Tiere nutzen können. Auf den lokalen Märkten haben wir Abnehmer gefunden und die Mitarbeiter haben an den neuen «Erzeugnissen» aus dem Swiss House ebenfalls gefallen gefunden. Der Start ist gelungen. Die dritte Charge mit nunmehr 100 Hühnern ist unterwegs. Ich bin mit dem Start in die Tierproduktion sehr zufrieden.
Nun sind wir bereits an der Planung für das neue Jahr. Wir müssen die Vielfalt im Gemüseanbau erhöhen und wir wollen mit dem Direktverkauf an Passanten beim Swiss House starten.
Kurt Haerri, Projektleiter Landwirtschaft
